Projektstart: September 2004
Projektende: Dezember 2005
Projektauftrag
Nach dem Projekt „Attraktiver Pausen- und Spielplatz Horn“, handelt es
sich beim Projekt „Elterneinbezug“ um das zweite Thema im Rahmen der Projektvereinbarung
„Netzwerk Gesunde Schule Thurgau“ vom 25.06.2003. Das Projekt wird im
Interesse von Lehrerschaft und Behörde in kollektiver Zusammenarbeit von
Primarschule und Oberstufe durchgeführt.
Situationsanalyse
Im August 2003 wurde von der gesamten Lehrerschaft der Primarschule und
der Oberstufe der Erhebungsbogen „Gesundheitsförderndes Schulprofil“ ausgefüllt.
Die anschliessende Auswertung zeigte an beiden Schulen deutlich auf, dass
die Elternmitwirkung zu kurz kommt. Die weiterführende Diskussion unter
der Lehrerschaft führte zu folgenden Aussagen:
1. Wir verkaufen unsere Schule schlecht. Vieles, was an unserer sonst
innovativen Schule läuft, wird zu wenig transparent gemacht.
2. Wenn es an Schulgemeindeversammlungen darum geht, dass eine innovative
Schule auch etwas kosten darf, fehlt oft die nötige Unterstützung durch
Eltern und Parteien.
3. Das Lehrerteam fühlt sich vor allem in der Erziehungsarbeit zu wenig
getragen.
4. Grössere Schulanlässe und das Angebot der Freikurse können nur mit
Hilfe von aussen durchgeführt werden.
5. Die Schulen werden zunehmend mit Problemen konfrontiert, die nicht
mehr von einzelnen Lehrpersonen gelöst werden können.
6. Ein Miteinander von Lehrern und Eltern findet, was die ganze Schule
anbelangt, kaum statt.
7. Die Schule Horn ist bei der Umsetzung von Lösungen auf fachliche und
finanzielle Unterstützung angewiesen.
Weiterführend hat die Lehrerschaft in einem Brainstorming mögliche Vorstellungen
zur Form einer Elternmitwirkung gemacht. Die Sammlung dieser Vorschläge
liefert eine wichtige Grundlage zur Aushandlung der zukünftigen Aufgaben
einer Elterngruppierung.
Anfang Juni 2004 fand in Horn eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit
Frau Maya Mulle, Leiterin der Fachstelle Elternmitwirkung, statt. Die
Eltern wurden darüber informiert, dass sich auf Grund einer Umfrage unter
der Lehrerschaft der Volksschule Horn gezeigt hat, dass die Elternmitarbeit
ein zentrales Anliegen der Lehrkräfte sei.
Formen der Elternmitwirkung
Die Eltern sind sich bewusst, dass sie nicht nur Erwartungen haben können,
sondern auch eine Eigenleistung erbringen müssen. Deshalb:
- eine aktive und offene Kommunikation führen
- informiert sein und sich kreativ an Prozessen beteiligen
Die Eltern sind bereit, sowohl Zeit als auch eigene Fähigkeiten und eigenes
Wissen in die Schule einzubringen mit dem Ziel, die Lehrpersonen zu unterstützen
und zu entlasten. Die Eltern wünschen, dass ihre Bedürfnisse und Ideen
zum Schulalltag aufgenommen werden und sie dazu auch ein Sprachrohr erhalten
möchten. Ebenso scheint es den Eltern wichtig, dass die Schule ein Ort
ist, an dem das Leben erprobt und reflektiert werden kann. Dies zeigt
sich durch die Vielfalt der Themen im Bereich Lebensführung und Lebensgestaltung.
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