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Rückblick Netzwerktreffen 2010 Sabine Brüni Wieland Nach den einleitenden Begrüssungsworten von Jenny Wienrich, richteten
drei Gastreferenten in Form von Marionetten das Wort an die 70 Teilnehmenden
des diesjährigen Netzwerktreffens Gesunde Schule Thurgau. Werner Bühlmanns
Tösstaler Marionetten brachten die Leute zum Lachen und zum Nachdenken. Mit Corina Wustmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Marie Meierhofer
Institut für das Kind (MMI) Zürich, konnte eine kompetente Referentin
gewonnen werden. Als resilient bezeichnet man also die sogenannten Stehaufmännchen, solche
mit einer hohen Bewältigungsfähigkeit von schwierigen Situationen, solche
die sich im Sturm biegen, aber nicht brechen oder auch solche, die in
den Strudeln des Lebens schwimmen , obwohl sie eigentlich schon längst
untergehen hätten sollen. Die Resilienzforschung sucht danach, was die Gründe für eine selbstwirksame
Entwicklung sind. Den Fokus richtet man dabei vor allem auf die Schutzfaktoren.
Nebst den Kohärenzgefühlen des Individuums (Gefühle der Verstehbarkeit,
der Bewältigbarkeit und der Sinnhaftigkeit) spielen externe Schutzfaktoren,
wie enge Bezugspersonen, Rollenvorbilder für konstruktives Bewältigungsverhalten
im sozialen Lebensumfeld natürlich eine grosse Rolle. Nach der Pause, in welcher man sich mit dem liebevoll zubereiteten Zvieri der Kinder der Flic Flac Tages Schule verpflegen konnte, teilten sich die Lehrpersonen dann in die verschiedenen Workshops auf. Eine enorme Dynamik spürte man im Workshop „ich- du-wir Sozialkompetenz“ mit Rebecca Romano von ‚Task Force, Prävention, Intervention und Weiterbildung’ aus Steffisburg. Eine Aufgabe der spielerisch gebildeten Teams war es zum Beispiel, den Begriff Resilienz als Statue darzustellen. Zudem wurden Umsetzungsformen aus dem methodischen Ansatz des Themenzentrierten Theaters TZT® vorgestellt. Im Workshop „Mind Matters“, einem Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit, stellte Edith Lanfranconi, Koordinatorin des Schweizerischen Netzwerkes Gesundheitsfördernder Schulen, Radix Luzern, Unterrichtsmaterialien zu Themen wie ‚Stress’, ‚Mobbing’, ‚Verlust und Trauer’ oder ‚Freunde finden’ vor. „Wie Hindernisse Ressourcen zu Tage bringen“ zeigten die Erlebnispädagogen Gregor Spiegelberg und Huldi Hug auf und schilderten ihre Arbeitsweise wonach innere Wertsäulen der Kinder und Jugendlichen ausgebildet werden und zur Selbstreflexion angeregt wie Fragen wie: ‚was kann ich’, ‚wer bin ich’, ‚was und wohin will ich’ und ‚wie komme ich dort hin’ sollen so helfen eine Antwort finden. Aus der Praxis stellten der Schulleiter Beat Goldinger und der Schulberater Stephan Hugentobler vor, wie sie Sozialtraining an der Primarschule umsetzen. Um von Feuerwehrübungen wegzukommen und stattdessen das Sozialverhalten der Klassen grundlegend aufzubauen und dadurch präventiv zu handeln, arbeitet die Schule Kurzdorf in Frauenfeld ein einheitliches kohärentes Vorgehen aus, wobei auf die Partizipation der Kinder grossen Wert gelegt wird. Wie Werner Bühlmann vom Tösstaler Marionettentheater mit seinen Figuren praxisorientiert arbeitet, stellte dieser in seinem Workshop „Weisch Was d’ Wotsch?“vor. Seine reizenden Figuren bildeten dann auch den Abschluss des interessanten
und abwechslungsreichen Nachmittages: Bühlmann erzählte und spielte die
Geschichte „vom Mariechäferli, wo gern e Bassgiige gsi wär“ und am Schluss
der Geschichte aber mit einem Tüpfli mehr auf dem Rücken doch lieber ein
stolzes, starkes, schönes und somit selbstwirksames Marienkäferli bleiben
will. |
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